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Archive for the ‘Kanzleigeschichten’ Category

Ein junges Paar hatte sich für die Aufnahme eines Pflegekindes beworben. Er war IT-Techniker, sie Verwaltungsangestellte in einem Großen Krankenhaus. Nun stand eine Vermittlung kurz bevor. Die Pflegemutter meinte nun, sofort einen Aufhebungsvertrag mit ihrem Chef schließen zu müssen, um sich voll und ganz dem kleinen Pflegekind widmen zu können. Aufhebungsvertrag? Muss das sein? Mit dieser Frage kamen beide zu mir als Anwalt. (mehr …)

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Der leibliche Vater hatte das Sparbuch von Antonia in seinem Besitz. Das hatte er ihr einfach nicht mitgegeben. Antonia war im Alter von 11 Jahren in eine Pflegefamilie gekommen. Auf dem Sparbuch waren immerhin 800€. Die hatte Antonia von ihrer Oma, die inzwischen gestorben war, geschenkt bekommen. An das Sparbuch hatte sie bei der ganzen Aufregung, neue Familie, Abschied von der Schwester, Tod der Oma, nicht mehr gedacht. Leider. Erst als sie volljährig wurde, fiel es ihr wieder ein. „Wo ist das Sparbuch?“ Der leibliche Vater zuckte nur mit den Schultern. „Das Geld ist weg. (mehr …)

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Janina* ist eine alleinerziehende Mutter. Sie wohnt mit ihren beiden leiblichen Kindern in einem netten, kleinen, sehr dörflichen Stadtteil. Es ist sehr schön hier. Irgendwann fragte ihre Nachbarin, die beim Jugendamt arbeitete, ob sie sich nicht vorstellen könnten, übergangsweise Pflegekinder aufzunehmen. Es gebe oft Fälle, wo sehr kurzfristig für eine kurze Zeit süße kleine Babys eine Mama brauchen. Gesagt, getan – Janina schrieb ans Jugendamt, einige Wochen später war der Vertrag unterzeichnet. Drei Tage später kam Jeffrey*. Vier Monate alt und unheimlich süß. (mehr …)

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Leon (Name geändert) wurde im Alter von drei Monaten in einem Hausflur gefunden. Die Mutter war um die Häuser gezogen, der Vater hatte in der Zwischenzeit die Wohnung verwüstet. Eine Nachbarin rettete das Kind, legte es im Hausflur ab – und legte sich wieder hin. Einige Zeit später kam Leon dann endlich zu Pflegeeltern. Da, wo er nach Meinung des Jugendamtes schon von Anfang an hingehört hätte. Denn schließlich hatte die drogenabhängige Mutter während der Schwangerschaft 3x versucht, sich das Leben zu nehmen, hat geraucht und getrunken und hat schon drei Kinder gegen ihren Willen verloren. Aber die Ärzte wollten ihr noch eine Chance geben. Jetzt geht es Leon gut. Ein fröhliches Kerlchen. Die Mutter hat sich nie wieder gemeldet. Nur der Vater. Der wollte Kontakt. (mehr …)

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Lena (Name geändert) kam aus dem Kongo. Dort ist sie geboren. Ihre Eltern sagen im April 1992. Das mussten sie sagen. Damals. Sonst hätte man ihnen ihre Tochter weggenommen. Dachten sie. Denn in Wirklichkeit war Lena erst zwei Jahre später, im April 1994 geboren. Egal. Nun war Lena in Deutschland. Sie lebte, liebte und litt hier. Wie alle jungen Mädchen in ihrem Alter. Irgendwann gingen ihre Eltern zurück in den Kongo. Lena kam zu Pflegeeltern. Dort ging es ihr gut. Die Pflegeeltern bekamen sogar die Vormundschaft für Lena übertragen. Einige Monate vor Lenas 18tem Geburtstag teilte das Jugendamt mit, dass man die Erziehungshilfe in Form der Vollzeitpflege einstellen werde. Nun käme Lena alleine im Leben zurecht. Das wollten Lena und ihre Pflegeeltern nicht akzeptieren. (mehr …)

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