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Archive for the ‘Rechte des Adoptivkindes und der Adoptiveltern’ Category

Die Fraktionen von SPD, Grünen und Die Linken (alle in der Opposition) haben einen gemeinsamen Antrag mit dem Titel „Kinderrechte mit Leben füllen – Kinderkommission des Niedersächsischen Landtags einrichten“ (LT-Drs. 16/3418) eingebracht. Sie schlagen die Einrichtung einer Kinderkommission zum 1. Juli 2011 vor. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP halten dagegen einen Kinderschutzbeauftragten für ausreichend.

Die Kinderkommission soll die Aufgabe haben, sich durch Beschlüsse, Empfehlungen, Stellungnahmen und öffentliche Äußerungen für die Interessen der Kinder, die in Niedersachsen leben, einzusetzen. Ihr Aufgabenbereich (mehr …)

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Das Bundesverwaltungsgericht hat am 26. Oktober 2010 entschieden, dass ein Visum zum Zweck der Adoption eines Kindes aus dem Ausland grundsätzlich nur dann erteilt werden darf, wenn zuvor ein Verfahren der internationalen Adoptionsvermittlung erfolgreich durchgeführt wurde. Dies gebietet der Schutz des Kindeswohls.

Kläger in dem Verfahren waren ein inzwischen 12-jähriger Marokkaner, der in einem Waisenhaus in Casablanca lebt, sowie eine 48-jährige Deutsche marokkanischer Herkunft, die in München lebt und den Jungen in Deutschland adoptieren will. Die Klägerin hat den Jungen vor Jahren in Marokko kennengelernt, ihn regelmäßig besucht und von einem marokkanischen Gericht die Erlaubnis erhalten, den Jungen in Pflege zu nehmen (KAFALA) und mit ihm nach Deutschland auszureisen. Eine Adoption des Jungen in Marokko war und ist nicht möglich, weil das dortige Rechtssystem das Institut der Adoption nicht vorsieht. Den Antrag der Kläger, dem Jungen ein Visum zur Durchführung eines Adoptionsverfahrens in Deutschland zu erteilen, lehnte die deutsche Botschaft in Marokko ab. (mehr …)

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Russland hat alle Adoptionen von russischen Kindern in die USA gestoppt. Hintergrund: Eine amerikanische Mutter hatte ihr adoptiertes Kind aus einer russischen Waiseneinrichtung ins Flugzeug nach Moskau gesetzt und auf einem Zettel geschrieben „Den habe ich nicht bestellt“. Wie sich dann herausstellte, kam sie mit dem Kind, nicht zurecht. Zu aggressiv, zu auffällig, zu schwierig.

Die Reaktion Russlands, zunächst einmal keine weiteren Kinder mehr von US-Bürgern adoptieren zu lassen, ist verständlich. Zunächst sollte geprüft werden, was hier schief gelaufen ist. Vielleicht war die Anbahnung zu kurz. Vielleicht waren die Informationen über das Kind nicht ausreichend. Vielleicht war das Kind aufgrund seiner Geschichte aber auch nicht geeignet für eine neue Familie weit weg in Amerika.

Im Landkreis Verden gibt es mehrere Familien, zu denen ein Kind gehört, welches im Ausland adoptiert wurde. Bevor das Kind einreisen konnte, mussten viel behördliche Hürden überwunden werden. (mehr …)

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Die Europäische Union will eine neue Richtlinie verabschieden. Danach wären alle Mitgliedsstaaten, also auch Deutschland verpflichtet, den Mutterschutz auszuweiten. Der soll dann bis zu zwanzig Wochen lang sein können. Diese Regelung zum Mutterschutz soll auch für Eltern gelten, die ein Kind von weniger als 12 Monaten adoptieren. Das wäre  in der Tat eine völlig neue Regelung. Bislang haben Eltern, die ein  Kind adoptieren diese Möglichkeit nicht. Lediglich Elternzeit können sie nehmen. Mutterschutz unterscheidet sich aber erheblich von Elternzeit. Es gibt vollen Lohnausgleich, man darf mindestens sechs Wochen nach der Adoption gar nicht arbeiten. Die näheren Einzelheiten der Richtlinie sind noch nicht bekannt. Aber bereits jetzt steht fest: Warum soll das Gleiche nicht auch für Pflegeeltern gelten? Auch Eltern, die ein Kind in Vollzeitpflege nehmen, brauchen mindestens sechs Wochen Mutterschutz. Zudem gehen sehr vielen Adoptionen langjährige Pflegeverhältnisse voraus. Adoptionen „über Nacht“ gibt es doch nur in Ausnahmefällen.  Darum muss ganz klar gefordert werden, dass Eltern, die ein Kind als Pflegekind aufnehmen, mindestens sechs Wochen nach der Aufnahme von allen (Arbeits-) Pflichten freigestellt werden – bei vollem Lohnausgleich. Damit würde man den Kindern wirklich was Gutes tun – und ihnen einen gelungen Start ins neue (Familien-) Leben ermöglichen

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Der nationale Ethikrat Deutschlands hat gefordert, dass die Babyklappen (auch die vorhandenen in Bremen oder Hannover) wieder abgeschafft werden. Diese sollen Müttern die Möglichkeit geben, ihr neugeborenes Baby anonym in sichere (ärztliche) Hände geben zu können, statt es ungewollt und alleine zu versorgen oder eben nicht zu versorgen. Das, so der Ethikrat verletze das Recht des neugeborenen Kindes auf Kenntnis von seiner Herkunft und auf eine Beziehung zu seinen leiblichen Eltern.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: „Sie werden ins Nichts hineingeboren und bei der Suche nach ihrer Individualität wird ihnen kein Mensch der Welt helfen können“.

Mit dieser Sichtweise werden sich Pflegeeltern nicht einverstanden erklären können.

Ein Kind braucht Bindungen, Liebe und Sicherheit. Statt dieses bei der leiblichen Mutter, die ihr Kind nicht wollte und sich für den Weg der Babyklappe entschieden hat, mit Mitteln der Jugendhilfe mühsam herzustellen, sollte man lieber dem Kind die Chance geben, diese Grundbedürfnisse in einer liebevollen Pflege- oder Adoptivfamilie von Anfang an erfüllt zu bekommen.  (mehr …)

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Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass ab sofort alle Väter, ob sie bei der Geburt des Kindes mit der Mutter verheiratet waren oder nicht, beantragen können, dass sie das Sorgerecht für das Kind bekommen. Das war bislang nicht so. Bislang war es so, dass nur dann wenn man mit der Mutter bei der Geburt des Kindes verheiratet war, nach der Trennung beim Familiengericht prüfen lassen konnte, ob das Kind besser beim Vater oder besser bei der Mutter lebt. Das konnten Väter, früher die nichtehelichen Väter, die bei der Geburt des Kindes mit der Mutter nicht verheiratet waren, bislang nicht. Diese konnten nur dann das Sorgerecht ohne Zustimmung der Mutter bekommen, wenn die Mutter nicht erziehungsgeeignet ist und der Vater besser erziehungsgeeignet ist.

Das Bundesverfassungsgericht hat dadurch eine ganz deutliche Veränderung der sorgerechtlichen Situation in Deutschland geschaffen. (mehr …)

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Die Jugend- und Familienminister der Bundesländer (JFMK) haben auf ihrer Konferenz im Juli 2010 in Schwerin über das zukünftige Vorgehen in der Kinder- und Jugendpolitik und hier vor allem im Bereich des Pflegekinderwesens gesprochen. Dabei kam der folgende Beschluss heraus: (mehr …)

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