Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Elternzeit’

Im Moment wabern sieben Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zum Thema elterliche Sorge durch die Fachwelt. Richter/innen der Familiengerichte verweisen auf eine „neue Rechtsprechung“. Die elterliche Sorge der leiblichen Eltern habe wieder mehr Bedeutung. Rückführungen seien nun leichter möglich. Pflegekinder haben dadurch keinen dauerhaften Bestand mehr. Auch Pflegeeltern sind verunsichert. Jugendämter versuchen unter Verweis auf die neue Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts noch aggressiver Umgangswünsche der leiblichen Eltern durchzusetzen.

Tatsächlich hat das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2014 sieben Entscheidungen getroffen, die sich mit der elterlichen Sorge leiblicher Eltern beschäftigen. In allen sieben Fällen wurden Entscheidungen verschiedener Oberlandesgerichte mit der Maßgabe aufgehoben, sich noch einmal ganz genau zu überlegen, ob hier wirklich ein Entzug der elterlichen Sorge angezeigt war.

Zum Artikel auf der Westerholt + Partner Website (externer Link)

Read Full Post »

Ein junges Paar hatte sich für die Aufnahme eines Pflegekindes beworben. Er war IT-Techniker, sie Verwaltungsangestellte in einem Großen Krankenhaus. Nun stand eine Vermittlung kurz bevor. Die Pflegemutter meinte nun, sofort einen Aufhebungsvertrag mit ihrem Chef schließen zu müssen, um sich voll und ganz dem kleinen Pflegekind widmen zu können. Aufhebungsvertrag? Muss das sein? Mit dieser Frage kamen beide zu mir als Anwalt. (mehr …)

Read Full Post »

Die Europäische Union will eine neue Richtlinie verabschieden. Danach wären alle Mitgliedsstaaten, also auch Deutschland verpflichtet, den Mutterschutz auszuweiten. Der soll dann bis zu zwanzig Wochen lang sein können. Diese Regelung zum Mutterschutz soll auch für Eltern gelten, die ein Kind von weniger als 12 Monaten adoptieren. Das wäre  in der Tat eine völlig neue Regelung. Bislang haben Eltern, die ein  Kind adoptieren diese Möglichkeit nicht. Lediglich Elternzeit können sie nehmen. Mutterschutz unterscheidet sich aber erheblich von Elternzeit. Es gibt vollen Lohnausgleich, man darf mindestens sechs Wochen nach der Adoption gar nicht arbeiten. Die näheren Einzelheiten der Richtlinie sind noch nicht bekannt. Aber bereits jetzt steht fest: Warum soll das Gleiche nicht auch für Pflegeeltern gelten? Auch Eltern, die ein Kind in Vollzeitpflege nehmen, brauchen mindestens sechs Wochen Mutterschutz. Zudem gehen sehr vielen Adoptionen langjährige Pflegeverhältnisse voraus. Adoptionen „über Nacht“ gibt es doch nur in Ausnahmefällen.  Darum muss ganz klar gefordert werden, dass Eltern, die ein Kind als Pflegekind aufnehmen, mindestens sechs Wochen nach der Aufnahme von allen (Arbeits-) Pflichten freigestellt werden – bei vollem Lohnausgleich. Damit würde man den Kindern wirklich was Gutes tun – und ihnen einen gelungen Start ins neue (Familien-) Leben ermöglichen

Read Full Post »